Betreutes Jugendwohnen „Eigen-Sinn“ wird 20

(Halle) Heranwachsende in der Pubertät haben oft viele Baustellen im Leben und nicht die passenden Werkzeuge, um diese gleichzeitig zu beheben. Häufig kommt es dabei zu Verwerfungen mit den Eltern und die Jugendlichen haben den Wunsch, frühzeitig von zu Hause auszuziehen. Das Betreute Jugendwohnen „Eigen-Sinn“ in Halle bietet in dieser Situation ein neues Zuhause und unterstützt die jungen Menschen auf ihrem Weg in ein selbstständiges Leben. Jetzt hat die Einrichtung in der Hans-Dittmar-Straße 10 ihr 20-jähriges Jubiläum gefeiert.

„Unser Team vermittelt, begleitet und berät“, so „Eigen-Sinn“-Leiterin Brigitte Grimmer. „Denn Jugendliche haben in der Regel schon vage oder konkrete Vorstellungen von ihrem weiteren Lebensweg. Was sie in unserem Jugendwohnen finden, ist die Sicherheit und der nötige Rückhalt, um diesen Weg beschreiten zu können.“

Im „Eigen-Sinn“ wohnen insgesamt 12 Jugendliche verteilt auf vier Wohngemeinschaften. Die Jugendlichen gehen in der Regel noch zu Schule oder absolvieren eine Ausbildung und leben im Idealfall zwei Jahre im Jugendwohnen. Das Haus verfügt über einen großzügigen grünen Außenbereich, gemütliche Wohnzimmer, Gemeinschaftsräume und Zimmer für Beratungsgespräche mit den Sozialpädagogen. Regelmäßig werden gemeinsame Ausflüge unternommen und einmal jährlich gibt es auch eine Ferienfahrt. Jeder Jugendliche hat einen Bezugsbetreuer, der die Vorgeschichte und Wünsche des Heranwachsenden gut kennt und unterstützend wirken kann. „Bei aller Eigenständigkeit der Jugendlichen suchen wir auch immer die Zusammenarbeit mit den Eltern, um bestehende Konflikte gemeinsam anzugehen“, so Brigitte Grimmer.

Zahlreiche Erfolgsgeschichten hat das Jugendwohnen „Eigen-Sinn“ in den 20 Jahren seines Bestehens geschrieben. Zum Jubiläumsfest kamen deshalb auch viele ehemalige Bewohner, um sich über ihre Erlebnisse im betreuten Wohnen und der Zeit danach auszutauschen.